"Herrlich!!!" 👌
Herrlich! Ich habe jetzt schon wieder keinen Bock mehr – aber echt, ey!!! 🥵🥹
Am vergangenen Freitag wurde durch die Pflege entschieden, dass ich am Montag – also heute – aufgrund der „Verschlechterung“ meiner Fistel am Steißbein ins Krankenhaus eingewiesen werden soll. Etwas voreilig und, wie ich mittlerweile finde, ziemlich unbedacht. Denn schlussendlich hat sich offenbar niemand damit auseinandergesetzt, wer am Ende eigentlich für die Kosten des Rücktransports aufkommt, wenn ich – und genau das hatte ich bereits erwartet – heute nicht stationär aufgenommen werde.
Man hat hier schlichtweg riskiert, dass ich mich weiter verschulde, indem man mir diese Frage nicht nur bis zuletzt offen ließ, sondern sie mir heute Morgen letztlich auch nicht wirklich beantworten konnte bzw. das Ganze eher lapidarisierte in dem man mir noch sagte, für eine Fahrt werde ich aufkommen müssen. Wo ich mich dann berechtigterweise frage, von welchen Mitteln denn bitte?! Stattdessen wurde sinngemäß eher auch noch darauf verwiesen, dass es doch nicht in meinem Bestreben liegen sollte zu sagen: „Ich gehe!“
Leute, bin ich denn irre?! 🤣 Nichts ist doch schöner, als mal wieder eine Woche im Krankenhaus zu chillen und ein bisschen Urlaubsfeeling zu spüren …. 🥵🏥🌴🤣 Andere buchen sich für eine Woche ein Hotel, ich bekomme dafür ein Krankenhausbett, täglich neue Bekanntschaften mit Ärzten und Pflegepersonal und als kleines All-inclusive-Bonusprogramm noch ein paar Untersuchungen obendrauf. 🤣 Also ehrlich: Was will man mehr?! 🥵🤣.
Als langjähriger Dauerpatient und allem voran natürlich auch aufgrund der Behandlung meines Dekubitus bin ich mittlerweile Notaufnahme- und Krankenhaus firm. Ich ahnte schon vorher, dass ich dort nicht bleiben werden dürfe oder müsse. 🥵 Und so kam es dann auch! Da ich nun eine Einweisung hatte, ist zunächst davon auszugehen, dass zumindest der Transport in die Notaufnahme von der Kasse übernommen wird. Da ich jedoch nicht stationär aufgenommen und behandelt wurde, konnte mir logischerweise auch kein entsprechender Transportschein in der Notaufnahme für den Rückweg ausgestellt werden. Nachdem nun mehrere Chirurgen nacheinander die Fistel begutachtet hatten, war letztlich klar: Von alleine wird sich das Ding wohl nicht schließen. Damit steht nun wieder einmal eine kurze OP im Raum, bei der ein Schwamm in die Fistel eingebracht und darüber ein V.A.C.-Saugverband angelegt werden soll, um die Wunde entsprechend zu versorgen. Allerdings wird das Ganze nicht als akuter Notfall eingestuft. Und da in der laufenden Woche keine operativen Kapazitäten vorhanden sind, stand letztlich fest: keine stationäre Aufnahme, sondern wieder zurück nach Hause. Na wunderbar. 🥵
Nach kurzer Klärung mit der Schwester, wie ich denn nun eigentlich wieder zurückkomme, hieß es, dass die Einrichtung einen Transportschein organisieren würde und ich mit dem Taxi zurück befördert werde. Nun gut. Ich hatte trotzdem weiterhin einen Haufen Fragezeichen im Kopf und war schon fast entsetzt, als mir der Taxifahrer bei meiner Ankunft mitteilte, dass er mir jetzt noch Kohle abnehmen müsse. Sage und schreibe 89,10 € standen alleine für den Rücktransport auf meinem „Zettel“ – und das, weil das nächstgelegene Krankenhaus erst im gut 30 Kilometer entfernten Neumarkt liegt. Der Taxifahrer wusste von der vorherigen Mitteilung und Absprache offenbar nicht's und verwies seinerseits aber auch direkt auf die gesetzlichen Vorgaben bzw. darauf, dass bei einem nicht stationären Aufenthalt ein solcher Rücktransport eben nicht einfach über einen Transportschein abgerechnet werden kann, sondern lediglich versucht werden kann, den “Anspruch” im Nachgang bei der Krankenkasse geltend zu machen.
Glücklicherweise hatte die Einrichtungsleitung ihrem Team noch einen Umschlag mit Bargeld hinterlassen, bevor sie sich in den Feierabend verabschiedete – wohl auch deshalb, weil bereits bekannt war, dass ich wieder zurückkommen würde. Damit konnten die Kosten der Rückfahrt zunächst abgedeckt und der Fahrer dementsprechend vergütet werden. Dennoch werden diese Kosten am Ende aller Voraussicht nach bei mir hängen bleiben. Bei einem nun voraussichtlichen Taschengeldsatz von gerade einmal um die 160 € kann ich mir ungefähr vorstellen, wie viel Freude mir eine Rechnung über 89,10 € bereiten wird. 🥵🥹 Die Kasse wird nämlich vermutlich sagen: „Nein, danke, das zahlen wir nicht.“ Und die Einrichtung wird sich das Geld dementsprechend möglicherweise wiederum bei mir einfordern. Herzlichen Glückwunsch. 👌
Die ZAST will mittlerweile um die 6.000 € für diverse Rettungstransporte, die AOK möchte für die nächste Zuzahlungsbefreiung 67 € – und da frage ich mich tatsächlich langsam: Wovon denn noch?! 🥵🥹👌 Mit meinem Einzug in die Therapieeinrichtung im vergangenen Monat und den damit einhergehenden Finanziellen Veränderungen sowie der Tatsache, dass ich momentan noch absolut keine finanziellen Mittel habe, kann ich mittlerweile auch gewissen bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen und rutsche immer weiter in die Kreide. Herrlich. Herrlich! Das macht “Spaß!” 🥵 Noch einmal lasse ich mich jedenfalls nicht derart ungeplant in irgendein Krankenhaus befördern, sofern keine akute Notlage besteht. Punkt.
Ich finde es verdammt schön und bemerkenswert, wenn man sich Sorgen und Gedanken um meine Gesundheit – aber natürlich auch um meinen „geilen“ Arsch – macht. Wirklich. Aber hier reden wir von fast 100 €, die völlig unnötig verschleudert wurden und die man sich unter Umständen hätte ersparen können – völlig egal, an wem diese Kosten am Ende nun kleben bleiben. Denn schlussendlich ist der Dekubitus seit Dezember bekannt, wurde gerade erst im Juni mittels Lappenplastik – siehe Bilder „Dresden 45“ – verschlossen und ist mit Sicherheit kein Problem, das heute plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist oder aus dem Ruder läuft. Dass nun eine weitere operative Versorgung notwendig werden könnte, steht auf einem anderen Blatt. Aber genau deshalb frage ich mich: Musste das heute wirklich so laufen? Musste es so laufen?! Musste man mich aufgrund einer bekannten Problematik tatsächlich auf den Weg in die Notaufnahme schicken, ohne vorher vernünftig zu klären, was passiert eigentlich, wenn der Riehl dort eben NICHT stationär aufgenommen wird? Denn genau das ist heute passiert. Ich war dort. Mehrere Chirurgen haben sich die Fistel angesehen. Eine akute stationäre Aufnahme war nicht erforderlich. Eine Operation war heute nicht möglich. Und am Ende saß ich wieder im Taxi – mit einer Rechnung von 89,10 €. Für mich ist das keine Kleinigkeit. Das sind fast 100 €, die bei meiner aktuellen finanziellen Situation verdammt weh tun. Und genau deshalb sage ich ganz klar: Wenn man schon entscheidet, dass ich wegen einer solchen Situation ins Krankenhaus muss, dann sollte man vorher verdammt noch mal auch klären, wie ich anschließend und bedenkenlos wieder zurückkomme. Denn Gesundheit ist das eine. Aber Menschen, die ohnehin finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, anschließend mit fast 100 € Rücktransportkosten dastehen zu lassen, ist noch einmal eine ganz andere Geschichte. Und genau da hört bei mir der Spaß dann irgendwie endgültig auf. 🥵🥹
Kurzzeitig – während ich am Haupteingang auf das Taxi wartete – überlegte ich tatsächlich, ob ich mir nicht gepflegt eine Busverbindung raussuche, und bereue es etwas, es nicht getan zu haben …. Da in Breitenbrunn Busse nur auf Abruf fahren, wäre dies ein richtiger Spaß und Umweg geworden, aber am Ende einer, der mich nicht eine müde Mark gekostet und mit Sicherheit noch ordentlich Freude bereitet hätte. 😜 Denn Busfahren ist mindestens genauso geil, wie ne Woche „Urlaub” im KH.
Bemerkenswert und abschließend zu erwähnen ist, dass die Chirurgen mich doch auch noch an das St. Josef Krankenhaus in Regensburg verweisen wollten, in dem die Lappenplastik durchgeführt wurde …. Da musste ich dann auch noch schmunzelnd offenlegen, dass mich dort mittlerweile ein Hausverbot begleitet und eine Behandlung ausgeschlossen ist. 🥹😜
Ich war bereits vergangenes Jahr etwas darüber irritiert, dass man wegen unverfrorener Frechheit gegenüber Beamten ein Hausverbot im Bahnhof bekommen kann. So habe ich – ich meine, im November/Dezember vergangenen Jahres – ein Hausverbot im Münchner Hauptbahnhof kassiert. Aber dass das nun auch in einem Krankenhaus wie dem St. Josef geht, war dann wohl der Gipfel des freien Falls. 🥵😜
Schließen wir den Tag gepflegt ab – und fickt euch: „An guadn!“ 🥹😜,🥵



Kommentare
Kommentar veröffentlichen